14. Juni 2020 – Ein Rückblick

In den letzten Wochen stand der Polizeieinsatz gegen die selbstbestimmte TINF*-Demo im Zentrum. Doch nun ist es auch an der Zeit, nochmal daran zu erinnern weshalb wir 2020 wieder auf der Strasse waren und einen Blick auf die schönen Momente des Frauenstreiks zu werfen.

Am 14. Juni haben wir auch eine Petition lanciert: Lohn, Zeit und Respekt! – Kitas sind Service Public! Jetzt unterschreiben! https://act.campax.org/petitions/kitas-sind-service-public

Solltet ihr Bilder von euch sehen, die wir offline nehmen sollen, meldet euch an

Das Copyright sämtlicher Bilder dieser Seite liegt, wenn nicht anders vermerkt, beim Feministischen Streik Basel.

Petitionsübergabe: “Keine Kriminalisierung am feministischen Streiktag!»

 Basel, 14.07.2020

Einen Monat nach dem Übergriff der Basler Kantonspolizei auf die selbstbestimmte TINF*-Demonstration (TINF: trans-, inter-, nonbinäre Personen und Frauen) am 14. Juni 2020 übergaben wir die Petition “Keine Kriminalisierung am feministischen Streiktag” an den Grossen Rat. Mehr als 1600 Menschen unterstützen unser Anliegen.

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Unverhältnismässiger Polizeieinsatz !

Der 14. Juni 2020 hinterlässt viele von uns wortlos. Der Angriff der Basler Kantonspolizei auf die selbstorganisierte, friedliche Demonstration von TINF*-Personen am 14. Juni war gelinde gesagt vollkommen unverhältnismässig. Es ist zynisch, dass Menschen, die unter anderem gegen Gewalt an ihren Körpern demonstrieren, mit staatlicher Gewalt auf`s Schärfste konfrontiert werden.

Aktivist*innen wurden auf der Johanniterbrücke von der Kantonspolizei gestoppt und und eingekesselt.

Die Machtdemonstration gegen die TINF*-Aktivist*innen gipfelte in einem riesigen Polizeiaufgebot mit Gummischrotgewehren aus nächster Nähe sowie sexistischem Gehabe einiger Polizeikräfte mit dem Ziel die Teilnehmenden einzuschüchtern, zu verletzen und zu demütigen.

Besonders verstörend war die physische Gewalt, die einige Frauen und genderqueere Menschen erlebt haben und auch, dass den Teilnehmenden die Möglichkeit eines Rückzugs, Auflösens oder Verlassens der Demonstration auf der Johanniterbrücke verwehrt wurde. 

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Stellungnahme zur Arena-Sendung vom Freitag, dem 12. Juni 2020: «Jetzt reden wir Schwarzen»

Liebe Freund*Innen

Wir, vom Feministischen Streik Basel, sind wütend und empört über die Arena-Sendung vom Freitag, dem 12. Juni 2020: «Jetzt reden wir Schwarzen» und beziehen dazu eine klare Stellung. Spoiler-Alert: In der Sendung hatten Menschen of Color entgegen dem, was der Titel vermuten lässt, weniger als die Hälfte der Redezeit erhalten.

Die Existenz von Rassismus ist wissenschaftlich belegt und nichts, worüber mensch erst eine Grundsatzdiskussion führen müsste. Rassismus ist für Millionen von Menschen eine schlimme Lebensrealität und auch für tausende Menschen, die in der Schweiz leben. Sie leiden unter struktureller Benachteiligung, viel zu häufig gar unter Gewalt. Um sich ein realitätsnahes Bild über den Alltag von rassistisch motivierter Diskriminierung machen zu können, läge es nahe, BIPOC (Black Indigenous People of Color) in die Sendung einzuladen. Hingegen unterhielten sich von den vier geladenen Gästen drei weisse Menschen, die sich politisch rechtsaussen positionieren über das Thema „Rassismus“ und behaupteten gar, dass es diesen kaum gäbe und viel mehr Anhänger*Innen der SVP sowie Polizist*Innen von Diskriminierung betroffen seien.

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14. Juni 2020: Was hast du vor?

Frau*lenzen und queerstellen

Schweizweit rufen die Feministischen Streikkollektive alle TINF*-Personen (trans, inter, nonbinäre Personen und Frauen) auf, sich am Sonntag, 14. Juni 2020 unter dem Motto #fraulenzen und #queerstellen von den erschöpfenden Zuständen und Arbeiten protestreich zu erholen

Hier erscheint in Kürze eine Übersicht der geplanten Aktionen für den 14. Juni 2020! Dafür brauchen wir eure Unterstützung und Kreativität.

Bildet Banden! Tut euch zusammen mit euren Freund*innen, Nachbar*innen, Arbeitskolleg*innen und überlegt euch Aktionen, die euren notwendigen Corona-Schutzmassnahmen entsprechen. Wir arbeiten zur Zeit an einem Rahmenprogramm, in das wir eure Aktionen einbetten können, wenn ihr das wünscht.

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